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Cannabis bei einer Erkältung: Vor- und Nachteile

04.12.2023

Der Herbst neigt sich dem Ende zu und wie jedes Jahr bringt der Winter wieder Erkältungen mit sich. Mit sinkenden Temperaturen und mehr Zeit in geschlossenen Räumen steigt das Risiko einer Ansteckung. Cannabispatienten stehen oft vor der Frage: Kann Cannabis die Symptome einer Erkältung lindern oder sollte ich es während einer Erkältung minimieren, um den Heilungsprozess nicht zu beeinträchtigen? Die Antwort ist komplex und hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir hier erörtern.

Typische Erkältungssymptome und der Verlauf

Erkältungen beginnen oft mit einem "Schnupfen": verstopfte oder laufende Nase und erschwerte Atmung. Hinzu kommen oft ein trockener Hals und Husten, der manchmal Schleim produziert. Diese Symptome können zu Müdigkeit sowie Hals- und Kopfschmerzen führen, und in schwereren Fällen treten auch Gliederschmerzen und Fieber auf. Die Körpertemperatur steigt, was auf eine starke Immunreaktion hindeutet.

Eine Erkältung durchläuft in der Regel drei Phasen: die Inkubationszeit, in der die Virenanzahl noch gering ist und keine Symptome auftreten; die Akutphase, in der die ersten Symptome erscheinen und die Viren sich ausbreiten; und die Spätphase, in der das Immunsystem die Virenanzahl reduziert und die Symptome abklingen.

Rauchen bei Erkältung: Nicht empfehlenswert

Das Rauchen von Cannabis, sei es medizinisch oder in der Freizeit, kann ähnliche negative Auswirkungen wie das Zigarettenrauchen haben, wie trockene Atemwege und gereizten Hals. Während einer Erkältung wird das Rauchen generell nicht empfohlen, da es die Atemwege weiter reizt und die Genesung verzögern kann. Auch das Verdampfen von Cannabisblüten kann die Bronchien reizen, wenn auch weniger stark als das Rauchen.

Medikation bei Krankheit anpassen?

Patienten stehen oft vor der Frage, ob sie ihre Medikation bei Krankheit anpassen sollten. Dies muss individuell entschieden werden. Bei manchen Erkrankungen, wie Clusterkopfschmerzen, kann das Absetzen von Cannabis die Symptome verschlimmern. Bei psychischen Krankheiten sollte immer Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.

Cannabis und Schlafprobleme bei Erkältung

Schlafmangel ist ein häufiges Problem bei Erkältungen. Cannabis kann hier helfen, da es die Schlaflatenz verringern und das Durchschlafen verbessern kann. Man könnte erwägen, Cannabis nur abends einzunehmen, um die Atmung tagsüber nicht zu beeinträchtigen und nachts besser schlafen zu können.

Cannabis bei Erkältung: Keine klaren Studienergebnisse

Es gibt keine aussagekräftigen Studien zum Einfluss von Cannabis auf Erkältungen. Einige Hinweise deuten darauf hin, dass Cannabis aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung die Immunreaktion beeinträchtigen könnte.

Fazit: Cannabis-Konsum bei Erkältung überdenken

Obwohl einige Quellen anderes nahelegen, ist es ratsam, den Cannabis-Konsum während einer Erkältung zu reduzieren, um das Immunsystem nicht zu beeinflussen. Als Kompromiss könnte man vor dem Schlafen Cannabis nutzen, um die Schlafqualität zu verbessern, wobei man auf Extrakte statt auf Rauchen oder Verdampfen zurückgreifen sollte.

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